Alle Sitzungen wurden wie gewohnt durch unsere Freunde des Fanfarenzuges Iffezheim unter der Regie ihrer Zugführer Jochen Oesterle und Jan Hertweck und des musikalischen Leiters Igor Colashean eröffnet.

Das Thema des diesjährigen Jahresordens widmete sich der hohen Fluktuation im Iffzer Rathaus. Durch das rege Kommen und Gehen, geht es dort fast schon zu wie auf dem Rummel.
Deshalb lautet der Spruch:
Das Karussell das geht voll ab,
d’Fahrtzeit isch doch meist recht knapp

Den politischen Geschehnissen des vergangenen Jahres widmete sich unser Aktiver Rüdiger Zoller zusammen mit seiner Frau Beate und deren Tochter Jessica. Per Fahrt mit der deutschen Bahn starteten sie im lokal-politischen Bahnhof und fuhren weiter, mit Zwischenhalten auf regionaler und überregionaler Ebene, bis sie ihre Endstation Weltpolitik erreichten. Mit ihrem Leitmotiv: „Thank you for travelling with Deutsche Bahn“ berichteten sie u. a. vom Personalengpass im Iffzer Rathaus, den überfahrenen Signalen der Bundesregierung und wunderten sich, dass bei Trump niemand die Notbremse zieht, egal wie rasant die Fahrt auch wird. Ohne Umschweife wurde jegliche Entgleisung schonungslos benannt.

Der erste tänzerische Beitrag des Abends war den Kleinsten vorbehalten. Unter dem Motto „Von Katzen und Mäusen“ eroberten die kleinen Tänzerinnen und Tänzer mit viel Charme und Energie die Bühne.
In liebevoll gestalteten Kostümen und mit stimmungsvoller Musik sorgten sie für den ersten Höhepunkt der Sitzungen.
Mit ihrer Freude am Tanzen und ihrer Ausstrahlung begeisterten die Kleinsten das Publikum vom ersten Moment an.
Einstudiert wurde dieser tolle Tanz von Jolanda Merkel und Tina Duchet.

Mit ihrer Büttenrede „Iffezheim – zwischen Rheinfall und Loreley“ sorgten „Schleusenwärter“ Andreas Freund gemeinsam mit seinen Söhnen Benjamin (als Bademeister) und Jonathan (als Loreley) für beste Unterhaltung. Mit viel Wortwitz nahmen sie Dorfgeschehen, Politik und Weltgeschehen humorvoll aufs Korn. Ihre musikalische Einlage „Wo kann’s schöner sein als in Iffezheim“ animierte das Publikum immer wieder zum Mitsingen.

Einen besonderen Moment erlebten die Zuschauer beim Auftritt der Tanzmariechen Emmi König und Majla Schmidt von der GroKaGe Rastatt. Als Teil des „etwas anderen Dreigestirns“ sind sie auf der Iffzer Bühne keine Unbekannten, traten jedoch erstmals mit ihrem Tanz hier auf. Mit viel Freude, Präzision und sichtbarer Begeisterung überzeugten sie das Publikum und erhielten für ihren gelungenen Premierenauftritt großen Applaus, der ihr Talent und Können eindrucksvoll bestätigte.

Mit einer kurzweiligen Büttenrede sorgte Ehrenpräsident Daniel Haas als Robin Hood für zahlreiche Lacher im Saal. Auf seinem Streifzug durch den Iffzer Gemeindewald sammelte er allerlei Missgeschicke und kleine Fehltritte aus dem Alltag der Bevölkerung. Ob eine vermeintlich gestohlene Smartwatch auf Abwegen oder ein Polizeibeamter a. D., der von seiner eigenen Enkelin aus dem Dienstfahrzeug ausgesperrt wurde – dem Rächer der Enterbten entging nichts. Auch von einem fleißigen Saugroboter, der samt Hochstuhl und Kind auf Wanderschaft ging, wusste er pointiert zu berichten und sorgte mit einem Augenzwinkern für besten Lokalkolorit.

Unsere Showtanzgruppe Bailamos entführte das Publikum mit ihrer fantasievollen Tanzdarbietung in die zauberhafte Welt von „Alice im Wunderland“. Mit viel Liebe zum Detail, einem ausdrucksstarken Tanz und beeindruckenden Kostümen wurde das bekannte Fantasie-Märchen auf der Bühne lebendig.
Im Mittelpunkt standen der verrückte Hutmacher, die majestätische Herzkönigin, die geheimnisvolle Grinsekatze sowie der stets eilige weiße Hase, die gemeinsam mit Alice durch das Wunderland führten.
Der Tanz wurde vom Publikum mit großem Applaus belohnt und zeigte eindrucksvoll, wie kreativ, mitreißend und fantasievoll Fasnacht doch sein kann – ganz im Sinne von Alice im Wunderland, wo nichts unmöglich scheint.
Einstudiert wurde dieser tolle Tanz von Marion Schäfer und Jenny Berner.

Einen ganz besonderen Auftritt boten Majla Schmidt, Leni Berner und Emmi König. Als „Das etwas andere Dreigestirn“ eroberten die drei mit ihrer Rede – gespickt mit viel Selbstbewusstsein, Humor und frechen Pointen – die Bühne und einmal mehr die Herzen des Publikums.
Dabei machten sie deutlich, dass sie hoch hinauswollen – auf die ganz große Bühne. Ob auf dem Catwalk bei „Germany’s Next Topmodel“, mit Hobby Horsing beim „Supertalent“ oder als „Girl on Fire“ bei „Deutschland sucht den Superstar“ – an Träumen mangelte es den Mädels ganz sicher nicht. Mit augenzwinkernden Seitenhieben, charmanten Rollenwechseln und jeder Menge Schlagfertigkeit begeisterten sie die anwesende Narrenschar.

Mit ihrem Showtanz entführte die Dance Company die Zuschauer über den großen Teich in die USA – genauer gesagt in den Wilden Westen. Als Cowgirls brachten die Tänzerinnen echtes Western-Feeling auf die Bühne und sorgten von Beginn an für Begeisterung.
Mit schwungvollen Schrittfolgen, präzisem Line Dance und viel Ausdruck entführten die Cowgirls die Zuschauer in die staubigen Straßen des Wilden Westens. Kraftvolle Bewegungen, synchron aufeinander abgestimmte Formationen und die passende Musik ließen die Western-Atmosphäre lebendig werden und machten den Auftritt zu einem echten Erlebnis.
Der mitreißende Tanz wurde vom Publikum mit großem Applaus gefeiert. Trainiert wurden die Tänzerinnen von Iris Stiefel und Stefanie Schäfer.

Ein echter Knaller war der Bauchredner-Auftritt unseres Elferrats Marc Schwander mit seiner Puppe Frieda. Bereits zu Beginn entwickelte Frieda ein munteres Eigenleben und zog mit frechen Kommentaren und pointierten Kalauern sofort die Aufmerksamkeit des närrischen Publikums auf sich.
Mit einer bunten Mischung aus Wortspielen und Witzen sorgten Marc und Frieda für viele Lacher und kräftigen Applaus. Das Zusammenspiel der beiden war bestens getimt und trieb das Geschehen immer wieder humorvoll auf die Spitze.
Die große „Überraschung“ folgte zum Finale: Die Stimme der Puppe stammte nicht von Marc selbst, sondern von unserer, während des Auftritts bislang unsichtbaren, Aktiven Amandine Bochannek, die unter großem Beifall die Bühne betrat.
Mit diesem Auftritt trafen die beiden genau den Nerv des Publikums.

Ein musikalischer Hochgenuss unserer Sitzungen war ohne Zweifel der Auftritt der Musikgruppe Mundwerk. Allesamt Vollblutmusiker, die mit viel Schwung, guter Laune und karnevalistischem Herzblut den Saal zum Kochen brachten. Kaum erklangen die ersten Töne, war die närrische Stimmung perfekt und das Publikum von den Plätzen gerissen.
Mit einem bunten Mix aus bekannten Klängen und mitreißenden Hits traf die Truppe genau den Geschmack der anwesenden Jecken.
Die sichtbare Freude der Musiker übertrug sich unmittelbar auf das Publikum und machte den Auftritt zu einem echten Erlebnis.
Mundwerk bewies eindrucksvoll, dass sie aus dem karnevalistischen Programm nicht mehr wegzudenken sind.

Einen der umjubelten Höhepunkte der Prunk- und Fremdensitzungen lieferte wieder einmal das ICC Männerballett. Und das nun schon im 33. Jahr.
Auch in ihrem Jubiläumsjahr zeigten sie, dass die Bühne und die Halle gewaltig bebt, wenn die Männer das Tanzbein schwingen. Und auch die letzten Zweifler wurden eines Besseren belehrt. Was nach 33 Jahren vielleicht an Kondition fehlt, wird durch Glitzer und Glamour wett gemacht.
Mit viel Humor und einer präzisen Choreografie mit vielen Showelementen bewies das Männerballett wieder einmal ihr tänzerisches Können und dass sie auch nach 33 Jahren nicht zum alten Eisen gehören.
Trainiert wurden die Jungs von Vanessa Mayer. Um die Kostüme kümmerte sich Karin Schneider und Ramona Kölmel. Geschminkt wurden die Tänzer, sowie alle Auftretenden unserer Sitzungen von Sabine Leuchtner und Jenny Berner.

Gegen Ende spielte unsere Hauskapelle Turfcombo altbekannte Fasnachtskracher, während nochmals alle Auftretenden unserer Prunk- und Fremdensitzungen zum großen Finale die Bühne betraten.
Gestattet uns noch einige Worte in eigener Sache
Die Durchführungen unserer Prunk- und Fremdensitzungen ist nur machbar durch die Unterstützung vieler fleißigen Helfer und Freunde des ICC. Ohne die solche Veranstaltungen überhaupt nicht möglich wären. Alle hier namentlich zu erwähnen würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Wir danken daher allen Aktiven auf, vor und hinter der Bühne, die zum Gelingen unserer Sitzungen beigetragen haben.
Ebenso erwähnen möchten wir an dieser Stelle auch nochmal die Gemeindeverwaltung, allen voran unseren Bürgermeister und Ehrenmützenträger Herrn Christian Schmid.
Ebenso die Verantwortlichen von Baden Galopp, den Geschäftsführer Herrn Stephan Buchner sowie die Leiterin des Eventmanagements Frau Celina Zindler und natürlich auch Dirk Samow, der uns den Weg auf technischer Seite geebnet hat.
Vergessen wollen wir aber keinesfalls euch, das weltbeste Publikum! Euer Applaus ist unser Lohn und wir würden uns freuen, euch im nächsten Jahr wieder begrüßen zu dürfen, wenn es in der Kampagne 2026/2027 wieder heißt: Iffze Helau!
